Dienstag, 27. Dezember 2011
Sonntag, 25. Dezember 2011
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Gedicht zur Weihnacht
Der Heiland
Immer wieder wird er Mensch geboren,
Spricht zu frommen, spricht zu tauben Ohren,
Kommt uns nah und geht uns neu verloren.
Immer wieder wird er Mensch geboren,
Spricht zu frommen, spricht zu tauben Ohren,
Kommt uns nah und geht uns neu verloren.
Immer wieder muss er einsam ragen,
Aller Brüder Not und Sehnsucht tragen,
Immer wird er neu ans Kreuz geschlagen.
Immer wieder will sich Gott verkünden,
Will das Himmlische ins Tal der Sünden,
Will ins Fleisch der Geist, der ewige, münden.
Immer wieder, auch in diesen Tagen,
Ist der Heiland unterwegs, zu segnen,
Unsern Ängsten, Tränen, Fragen, Klagen
Mit dem stillen Blicke zu begegnen,
Den wir doch nicht zu erwidern wagen,
Weil nur Kinderaugen ihn ertragen.
Hermann Hesse
Dienstag, 6. Dezember 2011
Gedicht der Woche
Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
Hermann Hesse
Donnerstag, 1. Dezember 2011
Zitat der Woche
"Bewahre mich vor dem naiven Glauben, es müsste im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen.
Erinnere mich daran, dass das Herz oft gegen den Verstand streikt. Schick mir im rechten Augenblick jemand, der den Mut hat, mir die Wahrheit in Liebe zu sagen.
Ich möchte Dich und die anderen immer aussprechen lassen. Die Wahrheit sagt man nicht sich selbst, sie wird einem gesagt.Ich weiß, dass sich viele Probleme dadurch lösen, wenn man vertraut.
Herr, gib, dass ich warten kann."
Antoine de Saint-Exupéry
Vortrag am 07.12.2011 in Hannover an der KHG
Universität Hannover
Semesterthema: durchBRUCH
|
Die Mauer wurde überwunden?
Die Buhrufe sind vom Jubel abgelöst?
Die innere Blockade ist aufgelöst?
Es gibt viele Formen, wie Menschen Durchbrüche erleben: beruflich und biografisch, künstlerisch und politisch, im Studium und in der Beziehung. Dabei kann es zu den bitteren Erfahrungen des Lebens gehören, dass manches überhaupt erst durch Brüche wachsen kann. Manchmal muss Liebgewonnenes erst zu Bruch gehen, damit neue Perspektiven entdeckt werden können. Etwas, das zuvor unverrückbar und wie betoniert erschien, kommt in Bewegung. Manches muss erst verabschiedet werden.Doch dann: entsteht Neues! Dort, wo zuvor nichts möglich schien, wird Leben möglich, wider erwarten, im Durchbruch.
19:15 Uhr
Abonnieren
Posts (Atom)



