Donnerstag, 15. Dezember 2011

Gedicht zur Weihnacht

Der Heiland

Immer wieder wird er Mensch geboren,
Spricht zu frommen, spricht zu tauben Ohren,
Kommt uns nah und geht uns neu verloren. 

Immer wieder muss er einsam ragen,
Aller Brüder Not und Sehnsucht tragen,
Immer wird er neu ans Kreuz geschlagen.

Immer wieder will sich Gott verkünden,
Will das Himmlische ins Tal der Sünden,
Will ins Fleisch der Geist, der ewige, münden. 

Immer wieder, auch in diesen Tagen,
Ist der Heiland unterwegs, zu segnen,
Unsern Ängsten, Tränen, Fragen, Klagen
Mit dem stillen Blicke zu begegnen,
Den wir doch nicht zu erwidern wagen,
Weil nur Kinderaugen ihn ertragen.

Hermann Hesse

1 Kommentare:

  1. In dieser Zeit sollte man mit besonders offenen Augen und Herzem durch die Straßen gehen, auch eine Kirche solltet ihr euch auch mal wieder von innen anschauen,villeicht dürft auch ihr etwas von diesem Zauber in eurer Seele spüren!!! Danke Dario das es Dich gibt und das Du genau so bist wie Du bist^^

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