Donnerstag, 19. Mai 2011

Interview in der Rheinischen Post zur Autorenlesung in Rheinberg

RHEINBERG Auf Einladung der Katholischen Pfarrgemeinde St. Peter liest Dario Pizzano heute um 20 Uhr im Konvikt (Raum der Stille) aus seinem Buch „Exzess - meine zwei Leben“. 
Darin schildert der Autor wie er vom Leben auf der Überholspur mit allen denkbaren, extremen Ausprägungen den Weg zu Gott gefunden hat. Wie er mit seinen Erfahrungen anderen Menschen helfen möchte, erläutert Pizzano im Gespräch mit der RP. 
 
 Herr Pizzano, das Buch heißt „Exzess - meine zwei Leben“. Jeder hat aber nur ein Leben. 
Dario Pizzano: "Den Titel habe ich bewusst gewählt: Mir wurde ein zweites Leben geschenkt - mit einer „unverlierbaren“ Hoffnung. Ich empfinde das ähnlich wie viele Menschen, die einen Unfall oder eine schwere Krankheit überlebt haben. In meinem ersten Leben habe ich eine seelische Bankrotterklärung abgegeben: Auszug von zu Hause mit 13 Jahren, Drogen, Alkohol, viele Schicksalsschläge, die ständige Angst vorm Tod. Ich steckte in einer sehr tiefen Depression." 
 
Was war der Wendepunkt?
 
Pizzano: "Ich saß im Auto, ohne Glauben, verzweifelt und perspektivlos, als ich dachte: „Mein Gott, ich kann nicht mehr.“ Auf einmal fühlte ich Liebe, Freude, Glück und die Gewissheit: Es gibt Gott. So tief wie die Depression zuvor war auf einmal das „Ja“ - zum Leben mit Gott." 
 
Wie geht man selbst mit dieser Erkenntnis um, und vor allem, wie vermittelt man dies seinen Mitmenschen, ohne dass die gleich denken: Was ist jetzt los?
 
Pizzano: "Es war ja nicht so, dass sich mit dieser Autofahrt alles auf einen Schlag geändert hätte. Es war ein langer Prozess, der nun sechs Jahre zurückliegt. In dieser Zeit habe ich mein altes Leben hinter mir gelassen, ein neues Leben begonnen. Und ich habe gemerkt, dass viele Menschen meine Erfahrungen sehr gut nachfühlen können."
 
Was möchten Sie Ihren Lesern und Zuhörern mit auf den Weg geben?
 
Pizzano: "Das Buch war ja nicht geplant. Es war in erster Linie eine Form der Therapie für mich, um das Erlebte zu verarbeiten. Allerdings möchte ich Mut machen, sich Gottt und dem anderen gegenüber zu öffnen, miteinander zu sprechen. Das verhindert viel Leiden." 
 
 Nicole Maibusch führte die Rheinische Post das Gespräch.

2 Kommentare:

  1. Diese Erfahrung habe ich auf meinem Weg auch gemacht.Bin durch viele Höhen und Tiefen geführt worden.
    Ich jage dem nach, von dem ich ergriffen bin, Jesus Christus.Er gab meinem Leben erst Sinn, Richtung und Ziel.

    AntwortenLöschen
  2. habe lange zeit nicht richtig gelebt - gott nimmt mich so an wie ich bin ... habe ich lange nicht verstanden ... dauert jahre ... geduld ist nötig und arbeit an sich selbst antonio

    AntwortenLöschen

Sociable

Facebook Share