Müssen wir ein gutes Leben führen um in den Himmel zu kommen?
Als Christen müssen wir nicht ein "gutes Leben führen" um bei Gott anzukommen, das ist nicht ganz richtig. Das würde ja bedeuten, wir könnten uns den Himmel, das Ankommen bei Gott "verdienen". So ist Gott jedoch nicht. Die Erlösung der Welt, die ER uns allen in Christus bereitet hat, ist bereits geschehen und Geschenk. Nicht zu verdienen: Gnade. Nun ist es an jedem von uns, diese Angebot in freier Verantwortung zu bejahen und Christus als Gott anzuerkennen und ihm unser Leben zu geben. Das ist schon alles. So einfach und doch so schwer.
Da Gott auch die Wahrheit ist, die uns zwar nie zerstört, aber doch auch schmerzen kann, scheuen sich viele vor IHM. Und doch ist es so, das erst die Begegnung mit Christus und das JA sagen zu Ihm uns in eine neue Da- Seins Form setzt- wir sind noch immer der selbe Mensch, der früher so oft in Verwirrung und Sünde stand,doch nun: erlöst. Alles wird schöner -nichts einfacher. Gott löscht Leid, Versagen und Angst nicht aus- aber er setzt sich als Hoffnung und Licht vor unsere Augen, so das wir mit Paulus sagen dürfen: " Auf Hoffnung hin, sind wir gerettet."
Christ werden heisst also, der lebendige Gott selbst tritt in mein Leben ein und wird mir Licht, Wahrheit und Weg. So bin ich also aufgefordert mich für IHN zu entscheiden und ihn einzulassen in mein Leben. Diese Entscheidung führt zur Erlösung ,der Erkenntnis, sowie dem Wunsch, Christus in mir, dem Licht, der Wahrheit, dem Wort Gottes, Raum zu verschaffen, so das ER sich in dieser Welt verwirklichen kann- das ist im Übrigen der gegenteilige Geist "der Welt"- denn dort geht es häufig eher um SELBST-Verwirklichung.
Die Welt an sich ist nicht schlecht, denn Gott sah, das alles gut war
(Genesis) - was wir als Christen jedoch nie tun sollten- uns in der "sündigen Welt" einrichten- das heisst, das Leid geschehen lassen, Ungerechtigkeiten verschweigen, Lügen dulden etc.- das gilt es als Christ zu überwinden. So ist unsere Aufgabe und Verantwortung des christlichen Lebens, um es mit Guardini zu sagen, Christus in das eigene Da-Sein zu übersetzen.
Dario Pizzano
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